Nachhaltigen Klimaschutz mit wachsendem Wohlstand vereinbaren
Ein Bergsee mit Nadelbäumen am Ufer, darüber eine sechseckiges, grafisches Muster

Nachhaltigen Klimaschutz mit wachsendem Wohlstand vereinbaren

Der Klimawandel ist nicht allein ein Umweltproblem. Auch für die wirtschaftliche Entwicklung hat eine ungebremste Erderwärmung katastrophale Folgen. Zu dem Schluss kommt eine neue Studie des McKinsey Global Institute. Gelingt es nicht den weltweiten CO2-Ausstoß zu verringern, könne der Klimawandel „Hunderte Millionen Menschenleben, Billionen von Dollar an Wirtschaftskraft sowie das physische und das natürliche Kapital der Welt gefährden“, zitiert der Spiegel den McKinsey Bericht. Deutschland wird in der Studie zwar als „lower risk country“ eingeordnet. Hitze und Trockenperioden werden jedoch auch hier zunehmen. Und als führender Wirtschaftsstandort müssen wir uns auf deutlich steigende Risken in unseren global vernetzten Lieferketten einstellen.

McKinsey empfiehlt, alle wichtigen geschäftlichen und politischen Entscheidungen sollten künftig unter dem Aspekt des Klimawandels geprüft werden. Tatsächlich hat gerade erst Larry Fink, Chef der Investmentgesellschaft Blackrock in einem viel beachteten Rundbrief an Vorstände und Aufsichtsräte weltweit betont, der Klimawandel sei zum entscheidenden Faktor für die langfristigen Aussichten von Unternehmen geworden. Und auch beim Weltwirtschaftsgipfel in Davos in dieser Woche war Klimaschutz zentrales Thema. Zum Auftakt forderten die Veranstalter sämtliche Konzerne sollten künftig klimaneutral wirtschaften.

Das betrifft nicht zuletzt auch die IT-Industrie, deren Anteil am weltweiten Stromverbrauch ständig steigt. Die französische Denkfabrik The Shift Project hat ausgerechnet, dass sich der Anteil digitaler Technologien am weltweiten Energieverbrauch von 2017 bis 2025 auf 5,2 Prozent annähernd verdoppeln wird. Auch Digitalunternehmen stehen beim Thema Klimaschutz in der Verantwortung. Nachhaltigkeit muss zur Basis unseres Handels werden. Microsoft hat in der Vergangenheit bereits viel dafür getan, um CO2-Emissionen zu senken und das Potenzial erneuerbarer Energien zu nutzen. So sind die globalen Aktivitäten von Microsoft schon seit 2012 zu 100 Prozent klimaneutral. Doch das ist nicht genug. Deshalb haben wir uns jetzt ambitionierte Ziele gesetzt und wollen nicht nur unsere CO2-Emissionen weiter senken, sondern in Zukunft mehr CO2 aus der Atmosphäre entfernen als ausstoßen. Diese „negative CO2-Bilanz“ soll 2030 erreicht werden. Bis 2050 will Microsoft sogar den gesamten Kohlenstoff aus der Atmosphäre beseitigen, den das Unternehmen seit seiner Gründung 1975 ausgestoßen hat. Dafür werden in den kommenden vier Jahren eine Milliarde US-Dollar in einen Klimainnovationsfonds investiert, der die Entwicklung neuer Technologien zur CO2-Reduktion und -Entnahme gezielt vorantreiben soll. Denn wir sind davon überzeugt, dass es nur mithilfe neuer Technologien gelingen wird, nachhaltigen Klimaschutz mit wachsendem Wohlstand überall auf der Welt zu vereinbaren.

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An dieser Stelle möchte ich regelmäßig „Aufgelesenes“ rund um Digitalisierung & Gesellschaft als Gedankenfutter zum Wochenende mit Ihnen/Euch teilen. #aufgelesen

Frank Utermöhlen

Support Founders to grow! Start2 Mentor & Leadership Coach

4y

Danke Sabine! Es wird Zeit dass Corporate World die Initiative ergreift - die Politik ist einfach zu langsam...

Frank Riemann

Two things are infinite, the universe and human stupidity, but I'm not quite sure about the universe yet. (Albert Einstein)

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Ein klares JA zum Technologieeinsatz zur Milderung der Folgen Klimakatastrophe (mehr ist ohnehin nicht mehr drinn). ABER: die größten Klimasünder sind wir - die Konsumenten - selbst. 28 T-Shirts im Schrank, von denen nur 3 genutzt werden = 45.000 Liter Wasser verschwendet. Und das rechnen Sie dann bitte Mal 10.000.000. Vieles geht (leider) sicherlich über Verbote (wie bequem waren doch die ALDI Plastiktüten. Aber es Bedarf auch eines massiven "Umerziehung" von in selbst. Siehe hierzu www.futureleaf.org

Norbert Leifeld

Managing Director Bavaria Yachts

4y
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Thomas Fügner

Yes, we can do better.

4y

Das Narrativ vom anthropogenen Klimawandel wurde mir etwas zu schnell und unkritisch übernommen. Wie sagte René Descartes: im Zweifel ist der Weisheit Anfang. Und die Zweifel sind mir hier etwas zu kurz gekommen. Das wirkt hier schon wie ein Dogma, das eben nicht mehr infrage gestellt werden darf. Neben dem Betrug bei der Hockeystick - Theorie gab es die Vorwürfe gegen das IPCC https://www.zeit.de/wissen/umwelt/2010-09/winnacker-klimarat-ipcc und somit hinreichende Gründe, dieses Dogma infrage zu stellen. Hier zum Beispiel: https://www.merkur.de/politik/greta-thunberg-davos-experte-braungart-gruene-umwelt-fridays-future-klima-wetter-zr-13496691.html

Norbert Ziegert

Ziegert Concept, Werbung, Design&PR - Herausgeber PUBLIC SECURITY, das Magazin für Öffentliche Sicherheit, Energie & Rohstoffe

4y

Träumt weiter .... ohne zusätzlich Verbote wird es leider auch nicht gehen!

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