LinkedIn-Unternehmensprofil: Wer braucht es und wozu?
Vor einigen Tagen habe ich hier bei LinkedIn mein Netzwerk über das nächste Artikel-Thema entscheiden lassen. Danke euch allen, die mitgemacht haben!
Die Überschrift hat euch das Gewinnerthema ja schon verraten, denn:
41% der Umfrageteilnehmer haben sich für das Thema LinkedIn-Unternehmensprofil entschieden.
Somit habe ich die mir am häufigsten gestellten Fragen gesammelt und freue mich, euch diese hier zu beantworten. Übrigens, falls eine eurer Fragen hier nicht beantwortet wird, schreibt einfach unten in die Kommentare. Ich beantworte sie schnellstmöglich!
Die meistgestellten Fragen rund um das LinkedIn-Unternehmensprofil
- Was ist besser, ein persönliches Profil oder eine Unternehmensseite?
- Für wen eignet sich ein LinkedIn-Unternehmensprofil?
- Was kostet ein LinkedIn-Unternehmensprofil?
- Wie bekomme ich mehr Reichweite auf mein Unternehmensprofil?
- Was sind die Vorteile eines LinkedIn-Unternehmensprofils?
Was ist besser, ein persönliches LinkedIn-Profil oder eine Unternehmensseite?
Zunächst einmal ist es wichtig zu wissen: Die Unternehmensseite auf LinkedIn hat zwar gewisse Vorteile, wird das persönliche Profil aber nie ersetzen. Denn auf den sozialen Netzwerken menschelt es! Wir möchten mit Menschen kommunizieren und uns mit anderen Menschen austauschen und nicht mit einem noch so hübschen Logo.
Ein eindrucksvolles Beispiel dazu liefert Richard Branson, der Gründer von Virgin Atlantic: Auf seinem persönlichen Profil zählt er über 17 Millionen Follower.
Hingegen erreicht die Unternehmensseite von Virgin Atlantic 'nur' etwa 243.800 Follower (Stand Juli 2020).
Bereits beim Aufsetzen eines Unternehmensprofils wird deutlich, dass ohne dein persönliches Profil nichts geht. Damit du eine Unternehmensseite erstellen kannst, gelten nämlich folgende Voraussetzungen:
- Du brauchst ein persönliches LinkedIn-Profil, das bereits vor ein paar Tagen aufgesetzt wurde. Denke daran, die E-Mail-Adresse zu bestätigen
- In deinem Dashboard hast du schon den Status 'Intermediate' oder 'All-Star' erreicht. Je besser dein Profil ausgefüllt ist, umso eher erreichst du diesen Status
- Du hast schon erste Kontakte in deinem Netzwerk
Erfüllst du diese Voraussetzungen, kannst du direkt loslegen. Achte darauf, das Unternehmensprofil so vollständig wie möglich auszufüllen, denn laut LinkedIn erhalten vollständige Unternehmensseite 30% mehr Aufrufe.
Für wen eignet sich ein LinkedIn-Unternehmensprofil?
Grundsätzlich kann jeder ein Unternehmensprofil unter den oben genannten Voraussetzungen anlegen. Falls du ein Logo hast, macht eine Unternehmensseite selbst dann Sinn, wenn du sonst keine Zeit und Ressourcen dafür aufwenden möchtest oder kannst.
Sobald du nämlich eine Unternehmensseite mit Logo erstellt hast und diese mit deinem persönlichen Profil verknüpfst, erscheint das Logo in deiner Berufserfahrung. Das sieht nicht nur schick aus und unterstützt dein Branding, es macht vor allem einen sehr professionellen Eindruck.
Eine Unternehmensseite ist außerdem immer sinnvoll, wenn du deine Marke und Angebot bei LinkedIn stärker bewerben möchtest, die Seite aktiv pflegst und zu einer der folgenden Gruppen gehörst:
- Freelancer
- Coach
- Berater
- Trainer
- Publizist
- Medienhaus
- Personalvermittler
- Arbeitgeber
Allerdings erfordert es Zeit und oftmals auch finanzielle Ressourcen, damit die Seite die gewünschten Ziele unterstützt - sei es Markenaufbau, Personalsuche oder Kundenakquise. Unter diesem Aspekt empfehle ich die Unternehmensseite tatsächlich nur dann, wenn du eine klare Strategie und Zielsetzung hast - und bereit bist, entsprechend zu investieren.
Was kostet ein LinkedIn-Unternehmensprofil?
Wie auch das persönliche Profil ist das LinkedIn-Unternehmensprofil kostenfrei und in wenigen Minuten aufgesetzt. Eine genaue Anleitung dazu bietet LinkedIn hier an.
Langfristig erfolgreich sind allerdings nur die Unternehmensseiten, die viel Reichweite erzielen und ihre Sichtbarkeit durch regelmäßigen, attraktiven Content und hohes Engagement kontinuierlich steigern.
Oftmals sind die Ressourcen dafür gerade in kleineren und mittleren Unternehmen oder bei Personalvermittlern mit hohen Aktivitätsleveln eher begrenzt. Für mehr Sichtbarkeit stellt LinkedIn daher einige spannende, aber kostenpflichtige, Zusatzfeatures in den Administrator-Tools zur Verfügung:
- Kontakte einladen -> Je mehr Follower eine Unternehmensseite hat, umso höher ist die Sichtbarkeit und umso gezielter können Anzeigen ausgespielt werden. Wie oben erwähnt, die ersten 100 Follower sind kostenlos, diese Zahl reicht aber bei Weitem nicht, um genügend Engagement und Reichweite zu erzielen.
- Update sponsern -> Damit die Beiträge auf der Company Page einer größeren Anzahl an LinkedIn-Usern ausgespielt werden, kannst du diese kostenpflichtig sponsern. Das macht auf jeden Fall Sinn, wenn du die organische Reichweite befristeter Angebote oder etwa Events bewerben möchtest.
- Anzeige aufgeben -> Wer Personal einstellen möchte, kann mit dem Kampagnenmanager Stellenangebote veröffentlichen. Der Vorteil: Die Jobangebote werden relevanten LinkedIn-Usern ausgespielt. Und, was viele nicht wissen: Die Job-Anzeige wird auch außerhalb des LinkedIn-Netzwerks sichtbar, nämlich bei Google Jobs. Das heißt, wenn ein Bewerber bei Google nach einem Jobtitel sucht, werden die LinkedIn-Anzeigen auch dort ausgespielt.
Neben diesen drei kostenpflichtigen Features gibt es noch die Möglichkeit, Events und Fokusseiten kostenlos anzulegen. Gerade Fokusseiten sind eine ideale Plattform, um ein spezielles Angebot zu bewerben oder eine bestimmte Zielgruppe mit spezifischen Inhalten abzuholen.
Tipp: LinkedIn bietet vereinzelt außerdem die Möglichkeit, auf persönlichen Profilen Jobs zu posten. Ob ihr diese Option nutzen könnt, seht ihr in der in der Quick-Creation-Box, die sich öffnet, wenn ihr einen Beitrag schreiben möchtet:
Wie bekomme ich mehr Reichweite auf die LinkedIn-Unternehmensseite?
Sobald ihr euch entschieden habt, das Unternehmensprofil bei LinkedIn strategisch zu nutzen, um die Markenbekanntheit zu steigern, Mitarbeiter zu gewinnen oder neue Kunden zu akquirieren, müsst ihr Reichweite aufbauen.
Die Reichweite ist zwar kein Garant für Interaktion, aber je mehr Ansichten eure Beiträge erhalten, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit von Engagement. Das ist nämlich letztlich, was für den LinkedIn-Algorithmus zählt
Folgende Möglichkeiten für den Aufbau von Reichweite haben sich bewährt:
- Kontakte von der Unternehmensseite aus einladen: Wie bereits erwähnt sind die ersten 100 Einladungen gratis
- Auf der eigenen Webseite, in Marketingbroschüren oder in E-Mail-Signaturen auf die LinkedIn-Unternehmensseite aufmerksam machen
- Regelmäßig relevanten Content bereit stellen
- Jobs schalten: Sobald sich ein Kandidat bewirbt, erhält er die Nachricht der Unternehmensseite zu folgen
- Mitarbeiter als Multiplikatoren nutzen. Sobald ein Beitrag veröffentlicht wurde, können die Mitarbeiter über die bequeme Funktion 'Notify Employee' informiert werden und die News mit dem Netzwerk teilen
Die Vorteile von LinkedIn-Unternehmensseiten
Auch wenn das persönliche Profil bei LinkedIn deutlich beliebter ist und mehr Interaktionen generiert, eine Unternehmensseite macht für jeden Sinn, der unternehmerisch tätig ist und über entsprechende personelle und finanzielle Ressourcen verfügt. Zu den wichtigsten Vorteilen zählen dabei:
- Professioneller Auftritt, da keine graue Box mehr auf dem persönlichen Profil von Mitarbeitern
- Einzelne Produkte oder Geschäftsbereiche können auf Fokusseiten individuell hervorgehoben werden
- Aufbau eines Employer Brands und Positionierung als Arbeitgeber
- Bessere Mitarbeitersuche über dedizierte Karriereseite und Jobanzeigen
- Distributionskanal für News und Positionierung als Themenexperte
- Mehr Möglichkeiten und Sichtbarkeit bei potentiellen Kunden und Kandidaten
- Gezieltes Ausspielen von Werbeanzeigen
Fazit
Um bei LinkedIn erfolgreich Akquise zu betreiben, eine starke Marke aufzubauen oder Mitarbeiter zu finden, bieten Unternehmensseiten ein paar interessante Features, die auf dem persönlichen Profil nicht gegeben sind. Um das Potenzial des Unternehmensprofil jedoch voll auszuschöpfen, sind eine kontinuierliche und aktive Pflege notwendig.
Für Einzelunternehmer die nicht auf personelle oder finanzielle Ressourcen zurückgreifen können oder möchten, ist der nötige Aufwand, um eine Unternehmensseite auf LinkedIn meistens zu hoch. Hier gilt es, sich auf das persönliche Profil zu konzentrieren.
Wer als Arbeitgeber oder Personalvermittler eine starke Marke aufbauen möchte, der sollte auf jeden Fall in eine gut gepflegte Unternehmensseite investieren. Regelmäßiger, relevanter Content und der kontinuierliche Aufbau von Follower sind essentiell. Das gelingt allerdings nur, wenn die LinkedIn-Unternehmensseite nicht nur als Corporate Communications Tool genutzt wird, sondern als Dialogkanal verstanden wird - angefangen von der Geschäftsleitung bis zum einzelnen Mitarbeiter.
Welche Fragen und Gedanken habt ihr noch zum LinkedIn- Unternehmensprofil? Schreibt mir bitte unten in die Kommentare, ich freue mich darauf!
BDSM at Aimprosoft
1ySounds great
Marketing for staffing companies - I help staffing companies with bespoke and effective marketing solutions • APSCo Trusted Partner • Speaker • English & German
3yDanke für die Teilnahme an der Umfrage und hier der versprochene Artikel Rositta Beck Irena Mamić Julia Wilhelm von ErfolgsPINguine Stefan Mario Delano Nisrien Pichler Barbara Winkler