Ein virtueller Start ins Berufsleben
Vor etwa fünf Wochen war mein erster Arbeitstag als Volontärin im Comms-Team von Microsoft Deutschland. Zeit für einen Rückblick auf Herausforderungen und Learnings, die vor allem das virtuelle Onboarding betreffen.
Der digitale Abschluss des Studiums
Kurz nach Beginn der Ausgangsbeschränkungen war das Abgabedatum für meine Masterarbeit. Universitäten hatten geschlossen, die Bibliotheken waren zu. Das Studium wurde beendet mit einer einzigen Mail, die im Anhang eine Arbeit hatte, die ich seit sechs Monaten schrieb. Ich konnte sie nicht mal ausdrucken und binden lassen. Kein Treffen mit den Kommiliton*innen und kein allseits bekanntes Abschlussfoto vor dem Brunnen an der LMU. Und auch, wenn wir virtuell angestoßen haben, haben wir uns das glaube ich alle anders vorgestellt. Vor allem auch den nächsten Schritt, der jetzt für viele von uns folgte – der Einstieg ins Berufsleben.
Virtuelles Onboarding
Mir ist klar, dass ich hier aus einer etwas einfacheren Position starte, da ich mein direktes Team (#commsyeah!) aus der Werkstudentinnenzeit schon kannte. Und ich weiß auch, dass Microsoft als digitales Unternehmen besonders gute Voraussetzungen (Vertrauensarbeitszeit und -Ort) hat, sowie Tools an die Hand gibt, die das Arbeiten von zu Hause aus erleichtern. Dennoch möchte ich die vier Schritte meines virtuellen Starts in das Berufsleben mit euch teilen.
Step 1 – Equipment
Die ersten Tage waren sehr gut organisiert und strukturiert. Man hatte das Gefühl (virtuell) an die Hand genommen zu werden. Ich bekam kontaktlos meinen Laptop und gemeinsam mit dem Technik Team richteten wir das Gerät remote ein. Am darauffolgenden Tag hatten wir ein digitales Kennenlern-Event mit allen Neubeginner*innen. Wir bekamen Informationen über das Unternehmen und über unsere Unternehmenskultur und konnten uns mit anderen Kolleg*innen austauschen.
Step 2 – Kolleg*innen wieder treffen und neu kennenlernen
Zwar im gleichen Team, haben sich meine Aufgabenfelder und Ansprechpartner*innen in unserem direkten Team sowie im Unternehmen verändert. Und so stand ich auch vor der Herausforderung, Teil eines Teams zu werden, das ich vorerst nur digital wiedertreffen bzw. neu kennenlernen konnte und auch weiterhin kann. Das fand mit einigen virtuellen Coffee-Dates mit unterschiedlichsten Personen aus dem Unternehmen und regelmäßigen Check-ins mit meinen Ansprechpartnerinnen (Pina Meisel, Charlotte Reimann und Irene Nadler) statt. Und auch wenn es am Anfang ein bisschen komisch ist die Kamera einzuschalten, gibt das dem Austausch eine persönlichere Note. Ich fand es auch hilfreich über fachfremde Themen zu sprechen oder einfach mal ehrlich zu fragen, wie es dem oder der anderen heute geht und wie seine/ihre Stimmung ist.
In unserem Team machen wir außerdem zweimal in der Woche ein gemeinsames Kaffeetrinken. Es kann sich jede*r einwählen, der/die Zeit und Lust dazu hat. In der größeren Gruppe kann man selbst auch einfach mal zuhören und man lernt die anderen immer besser kennen.
Step 3 – Eintauchen in neue Themenfelder
Es ist wahrscheinlich nicht überraschend, dass man zu Beginn vor wahnsinnig vielen Informationen, neuen Themenfeldern und Aufgabenbereichen steht. Durch verschiedene Meetings erlangte ich Schritt für Schritt einen Überblick, über das Spektrum meiner zukünftigen Aufgaben. Hilfreich waren an dieser Stelle der Volo-Fahrplan (der hier von Thomas Mickeleit erklärt wird) und das Microsoft Motto, dass man nicht alles wissen und können muss, aber alles lernen kann. Es gibt unzählige Learning-Angebote, die es mir erleichtert haben, mich in die Themen einzufinden und die ich auch in Zukunft nutzen kann, um tiefere und neue Einblicke zu bekommen.
Step 4 – Routinen schaffen
Auch wenn es viele nicht mehr hören können – ich denke es ist wichtig (egal welche) Routinen für sich zu finden, um den Alltag im Home Office zu meistern. Für mich war und ist das eine der größten Herausforderungen.
Ich komme langsam rein und versuche mir kleine Verschnaufspausen zu schaffen, denn ja – auch wenn alles super organisiert ist und man tolle Unterstützung bekommt ist das virtuelle Onboarding und ständige arbeiten von zu Hause aus manchmal anstrengend.
Pina Meisel koordiniert bei uns im Team alles rund um die Ausbildung und hat mich bei dem Prozess begleitet. Hier beschreibt sie ihre Erfahrungen und Learnings, die sie in den letzten Wochen gesammelt hat. Wir beide freuen uns, wenn ihr eure Erfahrungen in den Kommentaren mit uns teilt.