Dient #Greenpeace stärker dem Gemeinwohl als die #Industrie? Die Beförderung der Greenpeace-Chefin Jennifer Morgan ins Auswärtige Amt lässt die Debatte um vermeintlich gute und schlechte Lobbyisten wieder aufleben. Ich bin über die Argumentation im Podcast „Lage der Nation“ gestolpert, dass NGOs dem Gemeinwohl dienen und Lobbyverbände wie der BDI - Bundesverband der Deutschen Industrie e.V. eben nicht. Zwar wird zugestanden, dass sowohl Greenpeace als auch der BDI bestimmte, legitime Interessen vertreten und es ihr Job ist, politisch Einfluss zu nehmen. Der Unterschied sei jedoch die Orientierung am Interesse der Allgemeinheit. Das bringt mich zum Nachdenken: Die Industrie beschäftigt in Deutschland direkt über 8 Millionen Menschen – etwa so viele, wie die Schweiz Einwohner hat. 2020 erwirtschafteten Industriebetriebe in Deutschland ein Viertel der gesamten Brutto-Wertschöpfung. Sie zahlen außergewöhnlich gute Gehälter, von der viele Familien profitieren. Industrieunternehmen führen jedes Jahr die Liste der beliebtesten Arbeitgeber an. Gute Arbeit, faire Bezahlung und Aufstiegschancen für viele Millionen Menschen in Deutschland – hat das vielleicht auch etwas mit Gemeinwohl zu tun? Zum Nachhören: https://lnkd.in/dR77duYP
Schade, dass es immer ein entweder / oder sein muss. Wäre es nicht besser, aufeinander zuzugehen und zu sehen, wo Gemeinsamkeiten liegen bzw wie man sie nutzen kann, den gesellschaftlichen Beitrag noch zu erhöhen? (erinnert mich gerade stark an die aktuelle Diskussion um den MM Titel bzw den Weltartikel ob man im Angesicht des Krieges nichts anderes zu tun habe als Frauen auf Fotos zählen - es geht beides. Und teilweise bedingen sich Themen gegenseitig)
Klimaschutz ohne moderne Technologie ist ein Ding der Unmoeglichkeit. Von hight tech des Greenpeace's weiss ich nicht so viel.
Genau: es wird unberechtigterweise mit zweierlei Maß gemessen. Wo bleibt hier der Aufschrei ob der Übernahme einer Lobbyistin in die Politik? Eine sehr bedenkliche Entwicklung
… und die Arbeitnehmer müssen die Personalie zwangsbezahlen über ihre Steuern.
Ich verstehe bis heute nicht, was schlecht daran sein soll, mit Politikern zu sprechen und Sie von Themen und Lösungen zu überzeugen. Das nennt man wohl Lobbyismus. Kann jeder machen. So ist das in einer Demokratie. Und Politiker sind unabhängige Menschen, die gewählt worden sind und selbst denken können. Wie soll denn Politik ohne Lobbyismus funktionieren? Im stillen Kämmerlein?
Da ist nun wohl auch #BDI Präsident Prof. Dr. Siegfried Russwurm endlich in der konkreten „#Lobby-Lage Berlin“ angekommen mit der üblichen „asymmetrischen Bewertung“ der gesellschaftlichen Player, wo die Medien dann auch noch die NGO LobbyControl zum „Gemeinwohl-Bewerter“
Es wird eine neue Stelle geschaffen. Es scheint, nach dem Anforderungsprofil, mit Frau Morgan eine kompetente Bewerberin gefunden zu sein. Nachdem bei den laufenden Diskussionen nicht über die Kompetenz von Frau Morgan gesprochen wird, sondern nur unterschiedliche Organisationen sich über die eigene Wichtigkeit auslassen, scheint Frau Baerbock eine kompetente Frau für die neue Stelle gefunden zu haben.
Senior Principle Key Expert for Industrial Digitalization bei Siemens
2yOhne den allgemeinen Wohlstand, den eine starke Industrie schafft, hätten wir keinen sozialen Frieden. Dieser Wohlstand und der daraus erwachsende soziale Frieden sind Grundlage des Gemeinwohls und diese ist überhaupt erst der Grund, warum wir uns intensiv mit dem so wichtigen Thema Umweltschutz befassen können. Dank Greenpeace und anderen Initiativen ist das Thema im Bewustsein der Gesellschaft. Die Wirtschaftskraft erzeugt die Lösungen, die ein effektiver und effizienter Umweltschutz braucht. Wir sollte nicht vergessen: Wer kein Geld hat, um seine Wohnung zu heizen, nutzt jede Möglichkeit dazu, die sich ihm bietet, fast egal welche Auswirkungen das hat. Manchmal wünsche ich mir einen mehr ganzheitlichen Blick und ein größeres Miteinander in so entscheidenden Fragen.