Früher war gut, morgen wird besser!? Mein Dank geht an Tristan Horx und Matthias Horx Ist die alte Demokratie, wie sie gestern noch funktionierte, eine Gefahr für unsere Zukunft? Gut möglich, die „alte Demokratie“ … - arbeitet Dinge mechanisch ab, ist dabei unkreativ und abgestumpft - versucht nicht zu verbessern, sondern rächt sich für Niederlagen - leidet in der Bevölkerung unter Vertrauensverlust und bildet sie nur unzureichend ab - unterschätzt „gesellschaftliche Überhitzung“ und den Aspekt der Sicherheit - befördert durch ihr Verhalten, dass auf demokratischen Wegen undemokratische Parteien an die Macht kommen (können) - ist nicht aufgestellt, mit komplexen Problemstellungen adäquat umzugehen - glaubt einem Zeitgeist folgen zu müssen, aber die Umwelt weigert sich beharrlich, sich diesem Zeitgeist anzupassen - zielt weiterhin auf Wachstum, obwohl es in gesättigten Märkten sinnvoller sein könnte, verstärkt auf Profitabilität zu setzen - hat große Probleme mit der Verwaltung und den Sozialsystemen - hat die Digitalisierung und deren Nutzen verschlafen - hat keine Strategie, Bildung einen angemessenen Stellenwert einzuräumen - lässt die Schere zwischen arm und reich immer weiter auseinander gehen - … Warum ist das so? Können wir die oben genannten Punkte nicht einfach nacheinander abarbeiten? Leider nein! »Der glühende Liberale und ehemalige Chefredakteur der ZEIT und Intendant des Schweizer Rundfunks formulierte in seinem Buch „Die Kraft der Demokratie“: „Wir stehen vor der Aufgabe, aus der Demokratiekrise eine erfolgreiche Krise zu machen.”« Und Stewart Brand, der humanistische amerikanische Zukunftsforscher, fasste seine Erkenntnis über den Wandel der Systeme, also auch der Demokratie-Systeme, so zusammen: »In einem System Kleinigkeiten zu ändern, ist nicht nur die effizienteste Art es in eine bestimmte Richtung zu bewegen, sondern auch die sicherste. Denn, wenn du versuchst es komplett zu drehen, dreht es gerne mal durch, aber wenn Du nur eine kleine Schraube bewegst (die Richtige), wird es sich verwandeln.« Was müssen wir tun, um aus der Demokratiekrise eine erfolgreiche Krise zu machen? Und welche Schraube, wäre diese kleine, richtige Schraube? Für mich steht auf dieser Schraube "Vertrauen". Nur auf der Basis von gestärktem Vertrauen können wir das Potenzial unserer Gesellschaft ausschöpfen um über Lösungen im großen Stil konstruktiv und nach vorne gerichtet nachzudenken. Wie würde unsere neue, marginal geänderte Demokratie funktionieren, wenn im Grundgesetz stünde: »Die Parteien wirken bei der politischen Willensbildung des Volkes mit. Sie haben mit ihrem Verhalten und ihrer Kommunikation das informierte Vertrauen der Bürger in den Rechtsstaat zu stärken« #Demokratie #Petition #NachVorneStreiten #InformiertesVertrauen #Transformation #Migration
Reiner Wallmeier’s Post
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Erschöpfte Demokratie: Zwischen Idealen und Ängsten Die Entscheidung ist gefallen: Trump wird der nächste Präsident der Vereinigten Staaten. Auch der Senat fällt an die Republikaner. Dieser Wahlausgang hinterlässt viele von uns erschüttert. Es ist ein Moment der kollektiven Verstörung. Frank Dopheide beschreibt ihn treffend: "So muss sich ein Unfall anfühlen, der Moment der Betäubung, ehe der Schmerz einsetzt." Ein neues Kapitel beginnt – für Amerika und die Welt. Doch die Frage bleibt: Haben wir die Verletzlichkeit der Demokratie unterschätzt? Haben wir uns zu sehr in intellektuellen Debatten und symbolischen Gesten verfangen, während viele Menschen mit einer völlig anderen Realität kämpfen? Ich frage mich: Ist die Demokratie erschöpft? In den letzten Monaten haben wir oft über Werte gesprochen – Demokratie, Menschenrechte, das große Ganze. Doch diese Debatte fand fast ausschließlich in einem Lager statt. Das Lager derjenigen, die sich Ideale leisten können, weil ihre finanzielle Basis gesichert ist. Die andere Hälfte kämpft ums Überleben. Monat für Monat. Immer mit der Angst vor dem nächsten Schicksalsschlag. Sylvia Scherer bringt es heute Morgen auf den Punkt: "Menschen entscheiden nicht nach Fakten. Menschen entscheiden auf Basis von Emotionen. Und die mächtigste Emotion ist die Angst." Es ist die Angst, die aus existenziellen Sorgen wächst, aus dem Gefühl, vergessen und übersehen zu werden. Im Rückblick wird klar: Dieser Wahlausgang ist kein Betriebsunfall der Geschichte. Er ist ein Signal. Die Demokratie hat nicht versagt, aber sie zeigt ihre Verletzlichkeit. Wenn Menschen das Gefühl verlieren, gehört zu werden, wenn sie glauben, ihre Stimme zählt nicht mehr, wird die Demokratie angreifbar. Demokratie darf kein Luxus für wenige sein. Sie muss auch jene erreichen, die jeden Monat um ihre Existenz bangen. Ideale sind wichtig, aber entscheidend ist, die realen Ängste und Bedürfnisse der Menschen ernst zu nehmen. Demokratie muss mehr sein als ein abstraktes Ideal. Sie muss die Lebenswirklichkeit aller Menschen berühren. Wir stehen an einem Wendepunkt. Demokratie fordert uns auf, Fragen zu stellen, zuzuhören und zu verstehen. Ein optimistischer Blick fällt schwer, doch gerade jetzt ist er unverzichtbar. Lasst uns innehalten, tief einatmen und die Herausforderung annehmen. Danke an Sylvia Scherer und Frank Dopheide für eure Worte. Sie helfen uns zu verstehen und machen Mut! Nov. 5, 2024 | Supporters react to election results as they attend an election night event for Vice President Kamala Harris at Howard University in Washington, D.C. (CHARLY TRIBALLEAU/AFP/Getty Images)
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Meine Timeline ist voll von Posts, in denen Menschen ihr Erschrecken und ihre Beschämung über das Abschneiden der extremen Rechten bei der #europawahl Ausdruck verleihen. In den Posts wird häufig als Gegenmittel empfohlen, die Menschen sollten sich eben besser informieren, sich nicht einlullen lassen. Das klingt einfach – und ich glaube, als Breitbandlösung funktioniert es nicht. Ich möchte einen Gedanken ergänzen. Denn was Menschen in ganz Europa in die Arme der Rechten treibt, ist wohl eine Mischung aus einer diffusen Sehnsucht nach einer berechenbaren Welt, Ängsten vor Wohlstandsverlust, Ressentiments, gekoppelt mit dem Gefühl von Kränkung und Entwertung eigener Lebensleistung – ob in Ostdeutschland eine Arbeitsbiographie in der DDR oder in Ostfrankreich das Abrutschen einer bestimmten Arbeiterschicht ins Prekariat, durch die Umwälzungen der Wirtschaft. Zwei Beispiele von vielen. Und in den simpel gestrickten, gestrigen Konzepten finden sie Trost und Bestätigung. Man möchte den berühmten Satz von Bill Clinton ("It's the economy,stupid!" paraphrasieren und ergänzen: It's the emotion, stupid! In dem vor einigen Jahren breit diskutierten Buch „How Democracies die“ ( auf deutsch: „Wie Demokratien sterben – und was wir dagegen tun können“, argumentieren die Autoren, zwei Professoren aus Harvard: Es ist nicht einfach ein technisches Problem, wenn sich verschiedene soziale Gruppen nicht (mehr) repräsentiert fühlen. Sondern die Entfremdung höhlt die Demokratie von innen aus – und in dieses Vakuum stoßen Anti-Politiker und Anti-Parteien, die sich das Misstrauen dieser Menschen zunutze machen, um selbst an die Macht zu kommen. Die Erzählung lautete: Weil „die Eliten“ korrupt, unfähig und abgehoben seien und deshalb nicht mehr im Sinne des „Volkes“ agieren würden, stellt sich ein:e selbsternannte:r Politik-Rebell:in als Alternative dar. Es ist bedenklich, wenn eine Mehrheit glaubt, die Politik habe nicht die Mittel, die Herausforderungen der Zukunft zu lösen (so eine Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung). Sowohl politische Institutionen (also Parteien, Parlamente und Regierungen) als auch administrative Körperschaften (wie Polizei, Gerichte und Verwaltungen) und ebenfalls Arbeitgebende brauchen mehr Inklusion, mehr Transparenz, verständliche Erklärungen von Entscheidungen und Prozessen, um das erodierte Vertrauen wieder herzustellen. Leider geht das nicht schnell. Vielleicht nicht schnell genug. https://lnkd.in/dgw-i89Y
Wie Demokratien sterben
penguin.de
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Autokraten schaffen eine Welt, in der sie ungestört herrschen können – jeder in seiner eigenen Festung der Macht. Jeder für sich die eigene Macht auf Kosten Schwächerer. Sie unterstützen sich gegenseitig, wenn es darum geht, andere Staaten auf einen autokratischen Kurs zu bringen, denn ihr größter Gegner ist die freie, liberale Demokratie. Diese bekämpfen sie mit allen Mitteln, und eines ihrer effektivsten Werkzeuge ist die Desinformation. Desinformation wirkt am besten, wenn sie eine breite Empfängerschaft erreicht. In der Vergangenheit waren es Bücher, Flugblätter oder der Rundfunk, die genutzt wurden, um gezielt Propaganda zu verbreiten. Heute ist das Internet das Mittel der Wahl – „easy to use“ und global verfügbar. Hier finden Autokraten und ihre Anhänger ein nahezu grenzenloses Spielfeld. Wenn nötig, schaffen sie ihre eigenen Plattformen. X (ehemals Twitter) und Truth Social sind Beispiele dafür, wie leicht sie ungehindert Desinformation und Propaganda streuen können. Die Themen sind immer dieselben: Migration, Klima, Gesundheit, Wirtschaft, Krieg. Es geht um die Erzeugung von Ängsten, die Konstruktion von Feindbildern und die Verbreitung von einfachen Antworten auf komplexe Fragen. Doch an echten Lösungen fehlt es. Stattdessen lautet die Botschaft: „Wir zuerst.“ Ein Narrativ, das darauf abzielt, Gräben zu schaffen und das Gefühl von Bedrohung zu verstärken. Doch dieses „Wir zuerst“ führt unweigerlich zu Konflikten, die reale, physische Auseinandersetzungen nach sich ziehen. Die erschaffenen Feindbilder müssen immer wieder eliminiert und neu aufgebaut werden, um die Illusion der Kontrolle aufrechtzuerhalten. Die Frage ist nicht mehr nur, wie wir diese Machenschaften aufhalten können, sondern warum Teile demokratischer Gesellschaften nach dieser Art der Führung rufen. Warum suchen sie den „starken Mann“, das „Ich zuerst“, das libertäre „Mir doch egal, was andere wollen“? Eine freie, liberale Demokratie funktioniert anders. Sie basiert auf Vielfalt, Gleichberechtigung und gegenseitigem Respekt. Doch es scheint, als ob das Vertrauen in diese Werte schwindet. Hat unser (globales) Wertesystem versagt? Sind wir als Gesellschaft unfähig, ohne Vorurteile und Feindschaften zu leben? Die aktuelle Gegenwart gibt uns die Antwort – eine Antwort, die uns nachdenklich machen sollte. Was ist passiert, dass der Ruf nach Autokratie heute wieder so laut ist? In dieser Woche wird sich zeigen, in welche Richtung die große, westliche bis dato demokratisch funktionierende Supermacht USA gehen wird. Und wie die Welt von Morgen aussehen kann. Symbolbild by Almi Kadic
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Update: Zur Idee der Great Society (Lyndon B. Johnson) - auf dem Weg zu einer glücklicher(en) Gesellschaft (Update Anlage vom 15.11.2024) „Nach Trumps Triumph: Was die kleine FDP jetzt fürs große Wir tun kann. Ein Kommentar von Sebastian Fischer, Spiegel.de vom 6.11.2024 (veröffentlicht vor der Entlassung von Christian Lindner als Finanzminister) „In Amerika zieht der Lügner und Straftäter Donald Trump wieder ins Weiße Haus ein. Deutschland sollte daraus grundsätzliche Konsequenzen ziehen. Zuallererst Christian Lindner. … Trumps neuerlicher Sieg ist ein Menetekel. In allen westlichen Gesellschaften sind die Populisten, Radikalen und Extremen die Profiteure der wachsenden Unsicherheiten im Großen wie im Kleinen. Wut, Hass, Hetze, Falschnachrichten: Es gibt kaum eine gewachsene Demokratie, die nicht mit dieser Gefahr zu kämpfen hat. Unterschiedlich sind allerdings die Zustände der Zerrüttung. In den USA ist sie weit fortgeschritten, so weit, dass Wahllokale mit Scharfschützen gesichert werden müssen. Die Lebenswirklichkeiten der Menschen sind entkoppelt, man hat sich eingerichtet in der eigenen Nische, in der eigenen Wahrheit. No exit. So weit ist es hierzulande trotz jüngster Wahlerfolge der Autoritären noch nicht. Darin liegt eine Chance. Es genügt allerdings nicht, an Einzelaspekten herumzudoktern, mal dieser Gruppe und mal jener Partei einen Wunsch zu erfüllen und das in der Summe als gutes Regierungshandeln zu verkaufen. So werden die Bürger zu Politkonsumenten degradiert. Vielmehr braucht es eine demokratische Gegenerzählung, eine Story gegen das Autoritäre, ein optimistisches Projekt, das die Menschen zusammenführt. Dafür gibt es, Ironie der Geschichte, ein Vorbild in Amerika. In den Sechzigern startete US-Präsident Lyndon B. Johnson sein Projekt der »Great Society«. Ein umfassendes Maßnahmenpaket für die ganze Gesellschaft, gewidmet dem Kampf gegen Armut und Rassismus, für Bildung und neue Infrastruktur, für Umweltschutz und Gesundheit. Das war eine im besten Sinne übergreifende Story. Vielleicht auch eine Erzählung für die Gegenwart, ein Aufbruch? Wie wäre es denn, wenn in Kitas, Schulen und Universitäten nicht mehr das Spardiktat herrschte? Wenn Kinder mit Migrationshintergrund von früh an integriert und gefördert würden? Wenn Schwimmbäder gebaut, Bahnstrecken saniert, Krankenhäuser besser ausgestattet würden? Wenn jede und jeder im Land dazu einen fairen Anteil beitragen würden, die Besserverdienenden entsprechend mehr? Wenn nicht das Vermögen und Erbe der Eltern über die Chancen der Kinder entscheiden würde? Wenn die dringend nötige Zuwanderung nach klaren Kriterien geregelt wäre?“ Siehe hierzu auch: Karlheinz Ruckriegel, Update Newsletter 2024 zur Glücksforschung vom 15.11.2024 – als Anlage beigefügt
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Aleida und Jan Assmann zeigen in ihrem Buch „Gemeinsinn. Der sechste, soziale Sinn“ kulturelle Rahmenbedingungen für #Gemeinsinn auf und leisten damit auch einen wesentlichen Beitrag zur Stärkung der Demokratie: Gezeigt wird, dass sich nach dem Sturz der #BerlinerMauer und dem Ende des Kalten Krieges viele Staaten zu dieser #Regierungsform bekannten und eine Mitgliedschaft in der #EU anstrebten. Doch es entstanden in den vergangenen Jahren massive Gegenbewegungen wie radikale nationalistische Parteien, die in demokratischen Ländern an Zulauf gewinnen. Sie polemisieren offen gegen #Pluralismus und #Menschenrechte. In ihrem Buch fragen die #Kulturwissenschaftler nach den Gründen, warum die #Demokratie an Überzeugungskraft verloren hat und der Blick auf das Gemeinwohl der #Gesellschaft abhandengekommen ist. Diskussionen werden heute immer erregter und dienen „nichts anderem als einer kategorischen Veränderungsverhinderung“. Wir haben es mit kompromisslosen Umgangsformen zu tun. Es geht vor allem um einen „Schlagabtausch“, die eigene #Meinung kundzutun und zu verteidigen, verbunden mit einer Anpassung an das „populistische Klima“. Die gesellschaftspolitischen Debatten sind von schroffen Alternativen geprägt. #aleidaassmann #janassmann Gemeinwohl-Ökonomie Deutschland #gemeinwohl #gesundermenschenverstand #aufklärung #denken https://lnkd.in/enyi6pBM
Gemeinsinn und Solidarität: Der Kitt zur Rettung der Demokratie?
xing.com
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Gute Zusammenfassung und richtige Bewertung. Für mich ist das inhaltliche „Stellen“ der AfD Ausdruck einer lebendigen und starken Demokratie. Genau so - auf allen Ebenen!
Höcke vs. Voigt - das Duell des Jahres? Ich habe es mir gestern Abend angetan - wie viele andere wahrscheinlich auch. Mit der Entscheidung Voigts, Höcke öffentlich "stellen zu wollen", habe ich sehr gehadert. Soll man Höcke wirklich eine Bühne verschaffen und ihn damit gewissermaßen legitimieren oder doch besser ignorieren? Nachdem ich die Sendung nun sacken lassen konnte, muss ich Herrn Prof. Dr. Mario Voigt meinen Respekt zollen. Er hat nicht nur Mut bewiesen, sondern scheint trotz unterschiedlicher Ansichten bei einigen Aspekten nicht nur ein grundanständiger Mensch, sondern vor allem auch ein überzeugter Demokrat zu sein. Was von Höcke übrig bleibt, möchte ich kurz stichpunktartig zusammenfassen: - Erinnerungslücken beim eigenen Buch (aka offensichtliches Lügen) - eine spontan überlegte Neuinterpretation des Remigrationsbegriffes - völlige Rückgratlosigkeit beim (Nicht-)Vertreten seiner rassistischen Äußerungen und Ziele - absoluter Realitätsverlust bei wirtschaftlichen Zusammenhängen (Dexit bzw. Brexit) - kein Konzept gegen den Fachkräftemangel (doch, deutsche Frauen als Gebärmaschinen) - Russland unter Putin als vertrauensvoller Partner - und noch weiterer Unfug (der Faktencheck wird das hoffentlich alles offenlegen - und bestimmt nicht der auf Höckes privatem X-Account) Dieser Mann ist nicht nur ein Rassist und Faschist, sondern auch inhaltlich eine Vollkatastrophe. Die Merkmale, die bei ihm am stärksten ausgeprägt sind, heißen Eitelkeit und Profilierungssucht. Für mich steht fest: Wer Höcke bzw. die AfD wählt, ist kein Protestwähler, sondern wählt ganz bewusst Rassisten und Faschisten. Es gibt nur eine Möglichkeit, nachhaltige Lösungen für die vielen komplexen Herausforderungen unserer Zeit zu finden: Hinein in einen konstruktiv-kritischen Diskurs, fair sein auch bei inhaltlichen Unterschieden (Stoppt endlich diesen verdammten Populismus!), aber immer auf Basis unserer demokratischen Werte wie Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit. In einem starken Moment (den Videoausschnitt teile ich sehr gerne) hat Herr Voigt auf die Würde des Menschen hingewiesen und das ist tatsächlich der entscheidende Unterschied zwischen Höcke und Personen, die sich auf dem Boden unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung bewegen: Das Deutschland Höckes ist eine finstere Dystopie, in der Menschen wie er den Wert anderer Menschen festlegen und über diese bestimmen. Das Deutschland, in dem ich leben möchte, respektiert jeden Menschen gleichermaßen - unabhängig von Alter, Geschlecht, Sexualität, Hautfarbe, Herkunft, Bildung, Vermögen und anderen Merkmalen, die uns nicht separieren, sondern als Gesellschaft diverser, stärker und resilienter machen können. #Demokratie #NieWiederIstJetzt
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Sollen Unternehmen #Haltung zeigen und sich zu demokratischen Werten bekennen? Neulich war ich auf einer Veranstaltung, auf der ein Gast auf diese Frage antwortete, dass er das für absolut unsinnig hält und schon in dieser Frage Politikversagen sehe. Klar ist, dass alle Verantwortlichen das selbst entscheiden müssen. Denn es kann Konsequenzen haben. Nicht nur Kunden könnten sich verabschieden, auch Mitarbeitende, Kooperationspartner und Fördernde. Manchmal alleine aufgrund der Aufgabe des Neutralitätsgebots. Denn lange war die Philosophie der meisten Unternehmen: Wir verhalten uns politisch neutral. Aber der Wind scheint sich zu drehen. Warum? Derzeit, insbesondere nach den jüngsten Landtagswahlen, entsteht das Bild der übermächtigen Extreme, die das Land definieren. Die AxD zum Bespiel, liegt in gesamtdeutschen Umfragen bei ca. 17%. Das ist zwar nicht mal ein Fünftel – aber es fühlt sich anders an und wird obendrein medial verschärft. Ich möchte das nicht herunterspielen, ich möchte auch nicht beruhigen. Im Gegenteil, ich finde das maximal beunruhigend. Was ich sagen möchte ist, dass die Anderen nahezu unsichtbar sind. Neben den grölenden, schwarzgekleideten Jungmännern, den Alterspräsidenten, den Trad Wives, den professionellen Erregungsunternehmern, den Rechtsfluencern, den Sündenbocksuchern, den Berufsopfern, den Niedergangsnarratoren und den Deutschlandhut-Pöblern fallen sie einfach nicht besonders auf: Die ganz normalen Demokraten. Die schweigende Mehrheit. Wie das realistische Bild ist, also wie stark die Missbilligung rechtsextremen Gedankenguts ausfällt, kann ich nur mutmaßen. Denn seltsamerweise gibt es kaum Erhebungen nach dem Prinzip des Systemischen Konsensierens (Erläuterung hier: https://t.ly/Zkxgf). Im Ergebnis einer solchen Erhebung würde sichtbar werden, wie hoch die Ablehnung gegenüber Parteien, Parteipersonal oder einzelnen Ideen ist. Ich würde mutmaßen, dass es viel mehr überzeugte Demokraten gibt, als das derzeit sichtbar und fühlbar ist. Wenn die aber nicht sichtbar sind, entsteht das Gefühl, man wäre von Antidemokraten umgeben und das hat viele unangenehme, teilweise unvorhersehbare Folgen. Vor allem verschiebt sich damit der Diskurs. Demokratie ist keine Dienstleistung. Alle sind beteiligt und Unternehmen sind in hohem Maße abhängig von Demokratie. Nicht nur von den vielbeschworenen Fachkräften, sondern auch von Rechtssicherheit, von Infrastruktur und halbwegs stabilen Verhältnissen. Soll das erhalten bleiben, können sie (und alle anderen) es sich kaum leisten, weiter zur schweigenden Mehrheit zu gehören. Und Unternehmen haben eine große, glaubwürdige Stimme bei diesem Thema, denn sie haben etwas zu verlieren. Am meisten Wirkung hätte es, wenn es nicht beim „Haltung zeigen“ bleiben würde. #kollaboration #transformation
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#Westendhall: Was will die "Königin von Sheba" - Thema Antiamerikanismus? Sahra Wagenknecht (BSW) hat für deren Neo "Linke im Frack" bereits (2021) ein Politisches Programm im #Campus Verlag, als Buch veröffentlicht. Ich denke, es war nun (Juni 2024) an der Zeit - jenes Traktat einmal unter die Lupe zu nehmen. Damit nicht nur ein Phänomen erklärt, sondern jenseits der TV-Talk Shows, kritisch fundierte Fragen an die Autorin und das Bündnis Sahra Wagenknecht - Für Vernunft und Gerechtigkeit gestellt werden können. Mein Hauptkritikpunkt ist, dass die Autorin in ihrer Analyse eine Vielzahl von Populärtexte heran zieht, jedoch die Essential der Politischen Literatur, aussen vor lässt. So ist es mir unbegreiflich, wie jemand über Politik in Deutschland Aussagen treffen will, ohne Katzensteins Standardwerk: "Policy and politics in West Germany" (1987) auch nur zu erwähnen. Zumal da ich aus verlässlicher Quelle weiß, das besagte Dame dieses Werk, wie auch dessen Folgende: "Germany the model of a Semisovereign Nation" (1990) - in ihren Besitz hat. Wer über die #Bundesrepublik Deutschland glaubwürdig reden will, sollte #Katzenstein gelesen haben. Vermutlich liegt es im konkreten Fall an einem latenten Antiamerikanismus der Linkspopulisten:innen begründet, was auch der "Königin von Sheba" nicht fremd zu sein scheint? Das ist m.E. zivilisatorisch Rückständig und geradezu eklatante Demokratiefremdheit, die hier an den Tag gelegt wird. Denn die Westliche #Welt, speziell die Vereinigten Staaten von #Amerika (#USA ) - sind historisch, der natürliche Zivilisatorische Verbündete der #Demokraten in #Deutschland. Unabhängig von deren Wirtschaftssystem. Keine Hemisphäre auf diesem Planeten, steht uns Kulturell so nahe wie die Atlantische Welt. Wer das: aus überkommenen Standesparikularismus - oder regionalen spätneuzeitlichen Anti-Moderernismus - ignorieren mag, wendet sich ab von der Realität, will zurück in die Fürstenzeit. Jene Verzichtet damit auf Zukunft und ist so gleichwohl dazu verurteilt: die kruden Fehler der Vergangenheit zu wiederholen. Ergo, meine Liebe(n): gebt der Einsicht deren Raum. Dann klappst auch mit der #Vernunft und #Gerechtigkeit. #Politik #Culture #Sheba #SahraWagenknecht #Zukunft #Tagesschau #Frauen #Machtwechsel #Spiegel #Bestseller #PowerToThePeople 📷 Photo (Selfemade) by mrh ©2024; Text by PhelpsCom ©2024: Titelcover "Sahra Wagenknecht, Die Selbstgerechten", Taschenbuchausgabe, Campus Verlag, Frankfurt am Main ©2023.
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Gestern habe ich mich mit einem guten Freund zum Abendessen getroffen. Wir sprachen über den berühmten Historiker Yuval Noah Harari und sein Buch ‚Nexus‘. Es dauerte nicht lange, bis wir bei der unsäglichen Misere unserer heutigen Welt angelangt waren: Putins Krieg gegen die Ukraine, Trump, der Aufstieg des internationalen Faschismus, oder der thüringische Alterspräsident der AfD als Paradebeispiel dafür, wie eine rechtsradikale Partei versucht, unsere Demokratie auszuhebeln, während wir immer noch ergebnislos über ein Parteienverbot debattieren. Kurzum: Wir können den alltäglichen Wahnsinn nicht mehr mit herkömmlichen Argumenten erklären. Wir kamen zum interessanteren Teil unseres Gesprächs, in dem wir uns fragten, ob unsere Generation nicht vielen Illusionen aufgesessen ist. Etwa der folgenden: Wir erreichen eine wohlhabende und aufgeklärte demokratische Gesellschaft unter bestimmten Rahmenbedingungen. Dazu gehören neben dem Rechtsstaat die soziale Marktwirtschaft, in der die Stärkeren sich mit den Schwächeren solidarisieren, eine breite Mittelschicht (also eine Zwiebel und keine Sanduhr) mit hoher sozialer Mobilität, eine kritische Medienöffentlichkeit sowie ein gutes Bildungssystem. Mit all diesen Zutaten könnten wir eine nachhaltig prosperierende Gesellschaft entwickeln. So dachten wir. Dieser Plan ist gescheitert, und zwar weltweit. Wo Harari ein starkes Argument entwickelt, ist, dass Demokratien, wie jede andere Form staatlicher Organisation, in erster Linie auf einem Informationssystem beruhen. Und dieses hat sich in den letzten zwanzig Jahren grundlegend verändert. Weit über 95 Prozent aller politischen Meinungsbildung und öffentlichen Kommunikation findet heute über soziale Medien statt. In sozialen Medien geht es um algorithmisch-gesteuerte Reichweite, Einfluss, emotionale Wirkkraft und die Verstetigung medialen Konsumverhaltens. Es geht nicht um Wahrheit oder Wirklichkeit, nicht um Gerechtigkeit, politischen Fortschritt oder mehr Menschlichkeit, denn dies sind lediglich mögliche Inhalte, die nichts mit der Funktionalität der Netzwerke zu tun haben. Anders als wir oft annahmen, geht es bei Social Media nicht nur um ‚Filterblasen‘ oder ‚Echokammern‘. Es geht vielmehr um Informationen als Glaubenssätze von Kollektiven - und damit um die Aufhebung einer geteilten Realität. Wie viele Amerikaner glauben an ‚gestohlene Wahlen‘ oder dass Haitianer in Springfield Katzen essen? Wie viele Europäer glaubten an Hexen, die Erbsünde, den Teufel und das Jüngste Gericht? Wir sind nicht weit davon entfernt. Ich hatte einmal mit einer amerikanischen Kollegin über mittelalterliche Kommunikationsstrukturen geforscht und diese mit modernen psychologischen Modellen abgeglichen. Dabei wurde uns klar, dass die illusionäre Gedankenwelt des Mittelalters erst durch seine Informationsstruktur ermöglicht und verstärkt wurde. Wenn uns Humanität und Demokratie am Herzen liegen, müssen wir viele unserer alten Annahmen in ein neues Licht rücken. #Harari
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Was D-Day für die Deutschen 1944, 1949 und 2024 bedeutet: Mein Vater kämpfte mit der deutschen Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg auch in Frankreich. Er besetzte die Brennerei des St Benedictine DOM Likörs, das Palais Bénédictine in Fécamp (Normandie), nahm viele Kisten zur Artilleriemunition. Wenn jemand gefallen war, Hochzeit oder Geburtstag feierte, erhielt er daraus eine "Kommandeurs-Reserve." Seine Generation war von Hitlers Propaganda " für Deutschland" verführt. So wie viele Russen "für Russland" von Putin 2024. D Day war der Anfang vom Ende einer brutalen Diktatur, die 6,1 Mio Deutschen das Leben kostete, weil ein verrückter und grössenwahnsinniger Führer es so wollte. Wir, die nächste und übernächste Generation nach dem verheerenden Zweiten Weltkrieg haben dieser Kriegs-und Nachkriegsgeneration (dennoch) sehr viel zu verdanken. Sie haben ein moralisch wie physisch zerstörtes Land wieder zum Blühen gebracht. Und Demokratie neu erfunden. Wohlstand durch viel Arbeit und Entbehrungen. Eine völlig neue visionäre Zukunftspolitik seit 1945 durch prägende Persönlichkeiten, wie Konrad Adenauer, Ludwig Erhard, Willy Brandt, Helmut Schmidt oder Helmut Kohl, mit Herz und Verstand. Soziale Marktwirtschaft statt Sozialismus und damit ein deutsches Wirtschaftswunder. Seit 75 Jahren ein vorbildliches Grundgesetz mit Schutz der Freiheit. Eine blühende Demokratie im Westen ab 1949. Versöhnung mit den Erzfeinden, zuerst mit Frankreich, aber auch mit Großbritannien und den Polen. In einer innovativen Europäischen Union. Frieden in Freiheit, dank Bundeswehr, NATO und dem Schutz der Amerikaner. Als die nationale Krönung eine überraschende Wiedervereinigung 1990 und ein Ende der roten SED-Diktatur über 17 Millionen Deutsche. So viel Glück. Seien wir dankbar. Es liegt nun an uns, diese gute deutsche Politik 2024 fortzusetzen. Wir sollten uns unsere Väter, Mütter, Großväter und Großmütter zum Vorbild machen. Nicht jammern, sondern anpacken. Nicht resignieren, sondern positiv die Zukunft aktiv und kreativ gestalten. Heute geht in Deutschland nicht um konservativ oder progressiv, sozial oder liberal oder grün oder alte Ideologien, sondern um die umfassende und tiefgründige Neuvermessung aller Politikfelder im dynamischen Wandel der Weltpolitik. Denn Deutschland neigte seit der Reichsgründung 1871 zur Selbstüberschätzung, ist aber mit nur 83 Millionen Einwohnern nur ein kleiner Teil von 7,8 Milliarden. Am deutschen Wesen wird die Welt nie genesen. Wir brauchen kein Zurück in die Denke und die Schützengräben der 1970er Jahre oder ein Biedermann-Weiter-So, sondern eine neue frische „Mission Zukunft Deutschland.“ Wie das geht, steht hier: https://lnkd.in/enU3NPmd Was ab 1945 mit den "Erzfeinden" Deutschland, Frankreich, England und Polen an Versöhnung möglich war, ist 2024 das Ziel in den Beziehungen zu Russland- die Kunst der Versöhnung.
The Trilogy of Humanity, Creativity and Effectiveness - Mission Future
https://www.missionfuture.com
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It‘s the democracy, stupid!
2wParteien sind das Problem und nicht die Lösung, auch mit einer Grundgesetz-Önderung nicht. Vertrauen entsteht nur bei Machtgleichheit aller. Diese gewährt nur das demokratische Losverfahren. Eine andere demokratische Zukunft ist möglich: DemocracyNext